Wir sind weltweit vernetzt

Leutekirche Oktober 2018

Der Oktober ist der Monat der Weltmission. Das Wort „Mission“ reißt viele nicht mehr vom Hocker, aber für mich ist es voller Leben, voller Dynamik, voller Hoffnung und Zukunft.
Der Weltmissionssonntag am 28. Oktober wird eben nicht nur bei uns begangen, sondern weltweit, somit auch in den Dörfern Guatemalas, Boliviens und Ugandas, in denen ich als Entwicklungshelfer tätig war. Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion unserer Kirche weltweit. Es geht unter die Haut, wenn die Bedürftigen wenige Cent zusammenkratzen – und mich begeistert, zu diesem Volk Gottes zu gehören, das weltweit auch bis in die hintersten Ecken unserer Erde vernetzt ist. Wir sind eine globale Glaubensgemeinschaft- und Sie und ich mitten drin!
Äthiopien steht dieses Jahr im Mittelpunkt. Beeindruckend ist, dass kaum ein Prozent der Bevölkerung dieses Landes Katholiken sind, zum anderen, dass es als eines der ärmsten Länder der Erde Aufnahmeland für Flüchtlinge aus ganz Ostafrika ist. Das sollte auch uns berühren und nachdenklich machen.

Was mich an der Weltmission begeistert, ist, dass Gottes Zusage allen Menschen gilt: Geschundenen und Ausgebeuteten, Vertriebenen und Flüchtlingen. Zur christlichen Botschaft gehören Fülle des Lebens und Befreiung aus Unterdrückung.
Die Armen in Lateinamerika und Afrika waren meine Lehrer mit ihrer Gastfreundschaft, tiefen Religiosität und der Ehrfurcht vor der Schöpfung. Partnerschaftlich sich begegnen heißt: geben und nehmen.
Ist Mission out? Mission ist so modern, so lebendig wie jeder und jede in der Welt wirkt und dadurch Zeugnis gibt. Wir alle sind Weltkirche! Wir sind vernetzt!

Josef Rauch