Kirche: Spiritueller Kraftort

Leutekirche Mai 2018

Wie können wir heute Kirche sein in einer Zeit der Veränderungen, und wie heute den Menschen die Nähe Gottes weitergeben? Da tut sich ein weites Feld auf. Mit Blick auf die Gottesdienstbesucher ist konkret die Frage: Wie möchten wir künftig unsere Gottesdienste feiern? Was ist uns da wichtig?
Ein Gedanke ist, neuen Raum zu gewinnen.
Neuen Kirchenraum! Das heißt auch: bisher
Gewohntes und Vertrautes loszulassen.
Für nach Ostern 2019 ist geplant, die hinteren Bankreihen der Martinskirche bis zur Höhe der beiden Seitentüren zu entfernen. Im Herbst des nächsten Jahres halten wir dann Rückschau, wie sich das Ganze anlässt, und wie weitere Schritte sein können. Für besondere Gottesdienste, die mehr Plätze erfordern, kann eine bewegliche Bestuhlung eine Lösung sein.
Ein neu gestalteter Raum eröffnet uns neue innere und auch spirituelle Räume: Etwa für Meditationen, Predigtnachgespräche, Orte des Zuhörens, das Rosenkranzgebet, das Stundengebet, für Schülergottesdienste, für Bibelgespräche.
Spiritueller Kraftort
Wir rücken so näher zusammen. Der neu gewonnene Raum kann aber auch der Präsentation von religiöser, zeitgenössischer Kunst dienen. So ist im Jubiläumsjahr 2019 eine Kunstinstallation von Sarah Opic geplant. In der Beschreibung ihres Projektes spricht sie von der Schaffung eines Denkraumes, eines Wirkraumes, der Luft gibt und den Besucher einlädt – zum Zurücktreten, um zu beobachten, zum Eintreten und Mitgestalten.
Etwas Neues ist wie ein neuer Weg, der beschritten werden soll; lasst uns da gemeinsam, mutig und zuversichtlich miteinander auf dem Wege sein, und Schritt für Schritt vorangehen.
Ein neu gestalteter Kirchenraum wird für uns weiterhin ein spiritueller Kraftort sein für die Feier von Gottesdiensten und für die Gottesbegegnung, für die menschliche Gemeinschaft wie auch für Stille und Verweilen und für das Gebet.

Karl, Erzberger, Pfarrer