Pfarrer Karl Erzberger

Seit 2014 ist Karl Erzberger Pfarrer in Leutkirch.

Schwerpunkte seiner Arbeit sind:

Liturgie/Verkündigung 
Kasualien (Taufe, Trauung, Beerdigung) 
Beichte, Krankensalbung 
Erstkommunion 
Besuchsdienst/Seelsorge 
Gemeindeleitung 
KGR und Ausschüsse 

Erreichbarkeit:

Marienplatz 5
88299 Leutkirch
07561/8489570
Pfarrer Karl Erzberger

 

 

Pastoralreferentin Katrin Kegreiß

Katrin Kegreiß unterstützt seit März 2018 das Pastoralteam. Nach dem Weggang von Diakon Rainer Wagner unterstützt sie das Team mit einem Dienstauftrag von 25 %. Frau Kegreiß ist in der Erstkommunionvorbereitung dabei, sie übernimmt Predigtdienste und begleitet das KjG-Zeltlager. 

Erreichbarkeit:

Marienplatz 5
88299 Leutkirch
07561/8489575
Katrin Kegreiß

Pastoralreferent Benjamin Sigg

2014 kam Pastoralreferent Benjamin Sigg mit seiner Familie nach Leutkirch. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach seinem Studium der Theologie in Tübingen, das er 2011 abschloss, war Herr Sigg drei Jahre Pastoralassistent in Tettnang.

Schwerpunkte seiner Arbeit sind:

Liturgie/Verkündigung 
Beerdigungsdienst 
Jugendpastoral, Firmung, Begleitung FSJpastoral
Öffentlichkeitsarbeit
Kindergartenbeauftragter
Schule und Religionsunterricht 
Besuchsdienst/Seelsorge 
KGR und Ausschüsse 

Erreichbarkeit:

Marienplatz 5
88299 Leutkirch
07561/8489576
Benjamin Sigg

Pensionäre

Wir werden unterstützt von unseren Pensionären:

Pfarrer Josef Müller
Pfarrer Herrmann Boos

Abschied Diakon Wagner

Diakon Rainer Wagner wechselt nach 13 Jahren Dienst in Leutkirch nach Kirchheim unter Teck. Eine Bilanz

Als Diakon Rainer Wagner 2004 in Leutkirch seinen Dienst antrat, hieß der Papst noch Johannes Paul II., das iphone war noch nicht erfunden und Leutkirch hatte ein Flüchtlingsproblem, als Folge des Jugoslawienkriegs. Und wenn Menschen an der schweren Pfarrhaustür um eine milde Gabe baten, schickte man sie weiter: Sie sollten doch am Vincentius-Haus nochmal fragen. Dort war das Büro des Diakons, und der ist für die Armen zuständig, seit es das Amt des Diakons überhaupt gibt.

FÜR MENSCHEN IN NOT

Was hat sich in den 13 Jahren verändert, die der Diakon in der Leutkircher Martinsgemeinde gewirkt hat? Der Papst heißt jetzt Franziskus; die Menschen laufen stetig gesenkten Hauptes einher, um ihre Whatsapp-Nachrichten zu checken; in den Räumen des Vincentiushauses sind mittlerweile jugendliche Flüchtlinge untergebracht; und die Türen am Pfarrhaus neben der Martinskirche öffnen sich heute vollautomatisch. Dort hat jetzt auch der Diakon sein Büro und setzt sich mit jenen Menschen in Not zusammen, für die das Evangelium vorrangig geschrieben ist und die dennoch nicht unbedingt in der Kirche in der ersten Reihe sitzen. Was gibt er ihnen mit? Die christliche Botschaft?
„Es geht eher um die Stromrechnung“, stellt Wagner nüchtern fest. Denn die „Armen“, denen er in diesen 13 Jahren begegnet ist, sind heute weniger durchreisende Bittsteller als vielmehr junge Alleinerziehende, die in Leutkirch wohnen – noch. Denn wenn der Vermieter mit Kündigung und der Stromanbieter mit Abstellen droht, wird es eng. Die Zeiten, in denen es noch etwas nutzte, wenn „einer von der Kirche“ anrief, um Aufschub zu erreichen, sind vorbei. „Das war anfangs noch eher möglich“, erinnert er sich. Heute wird die Frist mitgeteilt, und dann ist Schluss. Was dann? „Mir wurde daher schnell klar, dass ich dafür sorgen muss, dass die Sozialkasse der Gemeinde einen gewissen Umfang hat“, erinnert er sich. Das hat er auch erreicht. Das Thema ist komplex. Schuldzuweisungen nutzen wenig. Was etwas nutzt: „Viele Probleme konnte ich lösen, indem ich im Gottesdienst nebenbei gesagt habe, dass es da ein Problem gibt … und dann gab es immer Menschen, die sehr schnell reagiert haben.

Das ist das Schöne hier in Leutkirch.“ Wagner nennt es „die Symbiose von Gottesdienst und sozialer Arbeit“. Denn für beides steht er als Person. „Der Dienst am Altar und der Dienst an Bedürftigen gehört für mich zusammen.“ Als gebürtigem Reutlinger war es ihm neu, dass er im katholischen Oberschwaben als Diakon vom ersten Gottesdienst weg von jedermann auf der Straße angesprochen wurde: „Ich kenne Sie von der Beerdigung ... Würden Sie auch unsere Trauung übernehmen?“ „Für mich war das eine gute Erfahrung!“, betont er. Die noch vorhandene Präsenz der Kirche im öffentlichen Leben empfand er stets als wohltuend. Sein Platz in Leutkirch war nicht nur am Altar und im Büro. Er war bei der Caritas; oder beim Tafelladen, „den wir mit zum Laufen gebracht haben“. Da sah er sich auch als „Räuber-leiterhalter“, der hilft, Hürden zu überwinden. Wenn es danach ohne Kirche läuft: Gut so! Sein Platz war auch im Rathaus, wo viele Gespräche zu sozialer Arbeit stattgefunden haben; in der Hospizgruppe, die sich um Sterbende kümmert. Hospizarbeit wird auch an seiner neuen Wirkungsstätte eine wichtige Aufgabe sein.

In seiner neuen Gemeinde in Kirchheim unter Teck muss er sich unter anderem um den ambulanten Kinderhospizdienst im Landkreis Esslingen kümmern, der dort angesiedelt ist.

FAMILIENMENSCH

Dass er mit heute 56 Jahren noch einmal wechselt, hat auch mit einer Grundeinstellung zu tun: Rainer Wagner ist ein Familienmensch. Beruflich, wo ihm das Familienzentrum am Vincenz-Kindergarten ein großes Anliegen war. Und privat, wo er schon bei seinen Kindern Erziehungsurlaub genommen hatte, als das sehr unüblich war. Jetzt zieht es ihn und seine Frau Regina zurück ins Unterland, wo heute eine Tochter zu Hause ist; wo auch die Mutter noch lebt. „Wenn wir noch einmal etwas anderes machen wollen, dann jetzt“, haben die Wagners beschlossen. „Dann hat die Tochter jetzt noch etwas von uns, und wir haben später vielleicht mal etwas von der Nähe zur Tochter.“ Am Sonntag, 4. Februar, ist feierliche Verabschiedung im Gottesdienst. Was er den Leutkirchern zum Abschied sagen will? „Nicht: Bleibt so, wie Ihr seid; aber: Vergesst nicht, wo Ihr herkommt!“ Das hat für ihn „ganz viel mit den beiden Namen unserer Kirchen-gemeinde“ zu tun: „St. Martin“ und „Leutekirche“. „In diesen beiden Namen ist alles drin, was mir wichtig ist: Da zu sein für die Leute!“ (jr)