Eine Aktion der katholischen Kirchengemeinde St. Martin, Leutkirch im Allgäu

Die Sternsingeraktion 2018 ist zu Ende. Danke an die Kinder und alle Helferinnen und Helfer.
Danke den Spendern und allen, die die Sternsinger und ihre Begleiter so freundlich zuhause empfangen haben.

Interessierte, bei denen die Sternsinger nicht waren und die den Segensspruch noch möchten, können sich unter Telefon 07561 / 8489570 im Pfarrbüro melden.

Damit alle Kinder eine bessere Chance in ihrem Leben haben, bitten die Sternsinger um Spenden für Kinder in Not. Sie unterstützen mit Ihrer diesjährigen Spende Projekte in Indien aber auch langjährige Projekte Ihrer Kirchengemeinde.

Wenn Sie mithelfen wollen, notleidenden Kindern zu helfen, können Sie Ihre Spende mit dem Vermerk „STERNSINGER“ auf nachstehende Konten überweisen:

 

Kreissparkasse Ravensburg  DE56 6505 0110 0017 4002 91
Volksbank Allgäu-Oberschwaben DE74 6509 1040 0020 8780 01

Als Empfänger tragen Sie bitte die Kirchengemeinde St. Martin ein.

Könige, die für andere sorgen

Jetzt machen sie sich wieder auf den Weg: Als Könige und Sternträger in prachtvolle Gewänder gekleidet, das Weihrauchfass schwenkend, singend und um Spenden bittend – so werden die Sternsinger vom 2. bis 6. Januar 2018 durch Leutkirch und seine Ortschaften, zu Weilern und Höfen rundum ziehen. Bei Wind und Wetter, Schnee und Eis.

Dass sie das auch heuer wieder in der traditionellen Form tun, nämlich Haus für Haus und Wohnung für Wohnung besuchen und den Segensspruch über jede Tür schreiben – das war lange Zeit keineswegs sicher.  

HERZENSANGELEGENHEIT  

„Kommen die Sternsinger zu Beginn des neuen Jahres? Wir wissen es nicht. Leider! Für die kommende Aktion gibt es niemanden, der die Koordination alleine oder im Team übernimmt“, so war noch Ende Oktober im Kirchenblatt von St. Martin zu lesen. Doch dann die glückliche Wendung: Mit Michael Pfeffer, einst selbst Sternsinger, später dann Begleiter der Gruppen seiner Töchter, hat sich ein neuer Mann für die Teamleitung gefunden. Ein „Wiederholungstäter“, wie er selbst sagt. Einer, dem die Sternsingeraktion Herzens­angelegenheit ist und der dafür viel Zeit und wohl auch ein paar Nerven opfert. Genauso wie die übrigen Mitglieder des Leitungsteams. Es geht ja nicht nur um die fünf Tage, an denen die Gruppen unterwegs sind, sondern um sehr viel Arbeit im Vorfeld, bei der Koordination im Hintergrund und schließlich beim Nachbereiten der Aktion.

Die Kinder – gut 100 werden es heuer wieder sein – opfern einen Teil ihrer Weihnachtsferien, die Erwachsenen nehmen Urlaub und verzichten auf so manche gemütliche Stunde daheim unter dem Christbaum.  

DASEINSOPTIMIERUNG NICHT FÜR SICH, SONDERN FÜR BEDÜRFTIGE

All dies ist keineswegs selbstverständlich in Zeiten, da das eigene Wohlergehen, die persönliche Daseins­optimierung vielfach Vorrang vor dem Engagement für andere, für Schwächere und Bedürftige, hat. „Immer weniger Menschen sind im Ehren­amt aktiv“, beklagt auch Michael Pfeffer. „Wir brennen aus.“ Fest steht: Wenn sich kein neues, verjüngtes und engagiertes Team samt Koordinator gefunden hätte, wäre eine flächen­deckende Aktion 2018 nicht möglich geworden. Die Sternsinger wären dann nur auf „Bestellung“ ins Haus gekommen. Und dabei wären vermutlich viele durchs Raster gefallen, denen der Besuch besonders wichtig ist, sind sich die Ehrenamtlichen sicher.  

Jeder, der einmal dabei war, kennt solche Beispiele. Die junge Familie, die Wienerle und Tee vorbereitet hat und deren Kinder längst aufgeregt vor der Haustür stehen. Die Seniorin, die Geldspende und Süßigkeiten schon im Flur hergerichtet hat. Der Kranke, der im schmalen Pflegebett auf den könig­lichen Besuch wartet und den üppigen Weihrauchduft genießt. Das alte Ehepaar, das extra die Wachs­kerzen am Christbaum angezündet hat und sich auf Lieder und den Segensspruch „C+M+B – Christus mansionem bene­dicat“ freut.
Sie alle sind dankbar für die Tradition und die Selbst­verständlichkeit, mit der sie in Leutkirch seit fast 50 Jahren gepflegt wird. Apropos Dankbarkeit und Freude: Um die 50 000 Euro tragen die Stern­singer von St. Martin und den Filialgemeinden Jahr für Jahr zusammen, für Kinder in aller Welt, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst. Ein Ergebnis, für das es nicht nur den Einsatz der Sternsinger und der etwa 30 engagierten Erwachsenen um sie herum braucht, sondern auch viele Menschen, die ihr Herz und ihren Geldbeutel gerne öffnen.  

GEMEINSAM GEGEN KINDERARBEIT

Die Aktion 2018 steht unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ Der Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit – auch er ist ein Herzensanliegen von Pfeffer und seinem Team. Daneben werden Projekte des Kinder­missions­werks unterstützt und weitere, bei denen schon lange Kontakte bestehen. In jedem Fall gilt: „Das Geld kommt in die richtigen Hände“, sichert das Sternsingerteam zu. (sce)