Förderverein Kirchenmusik St. Martin, Leutkirch, e.V.

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Kleiner Verein ganz groß

Fünf Orgelmatinéen zur Marktzeit, ein Advents- und ein Silvesterkonzert sind das Minimum, das wir jährlich auf die Beine stellen. Ein großes Chorkonzert mit der Kantorei St. Martin kommt alle zwei Jahre dazu und 2019, im Jubiläumsjahr, wird dieses sogar noch ein bisschen größer ausfallen. Musiker gewinnen, Fördergelder verwalten und eintreiben, Konzerte organisieren, Plakate und Programme gestalten, GEMA-Gebühren bezahlen etc. Die Arbeit geht nie aus. Auch wenn größere Anschaffungen anstehen – wie zum Beispiel der Erwerb unseres neuen Flügels vor zwei Jahren – machen wir uns dafür stark. Aber die Mühe lohnt sich, das zeigen die begeisterten Zuhörer und die Kritiken (bitte unter „Rückblick“ schauen), die wir hinterher zu hören und zu lesen bekommen.

Unsere Organisten kommen (fast) aus der ganzen Welt. Italien und Frankreich waren bisher stark repräsentiert, aber gerade im europäischen Ausland befinden sich eben viele Spitzenmusiker, die über unseren musikalischen Leiter Franz Günthner den Weg in unsere Kirche finden. Wichtig ist uns aber auch, dass lokale Musiker immer wieder bei uns auftreten können. Gute Besucherzahlen gerade bei diesen Konzerten mit lokaler Note zeigen, dass sich das Niveau im nationalen und sogar internationalen Vergleich durchaus sehen lassen kann. Und ein treues Stammpublikum zeigt uns, dass wir an dieser Tradition, die es seit 2013 mit Beginn des Fördervereins gibt, auch künftig festhalten sollten.

 

Zeitungsberichte über unsere Arbeit

Von Christine King für die Schwäbische Zeitung im April 2018:

Prominente Organisten und eine Hommage an Georg Schneider

Der Förderverein Kirchenmusik St. Martin präsentiert 2018 viele Highlights: Die Geigerin Antonia Dauer aus Leutkirch und Regionalkantor Franz Günthner machen  den Anfang

Leutkirch – „Es ist ein tolles Werk und ein großes Stück organistischer Arbeit “, sagt Kirchenmusiker Franz Günthner über Georg Schneiders selten gehörtes Werk „Introduktion und Fuge über den Namen B-A-C-H“. Zum 60. Todestag des Leutkircher Komponisten wird er es zur ersten Orgelmatinée in diesem Jahr am 5. Mai auf der Orgel spielen. Eine lieb gewordene Gewohnheit ist es in den letzten Jahren für den Kirchenmusiker und Organisten geworden, sich zu den jährlichen Auftaktkonzerten gerne „heimische Größen“ zu holen. Dieses Mal wird er von der Geigerin Aloisia Dauer begleitet, die international mit namhaften Orchestern unterwegs und auch hierzulande nicht unbekannt ist, da sie seit letztem Jahr an der JMS Geigenunterricht erteilt. „Ich freue mich sehr auf dieses Konzert“, so Günthner, „weil ich mit ihr eine hochtalentierte Musikerin gewinnen konnte und wir ein wunderbar romantisches Programm zusammengestellt haben.“ Unter dem Motto „Ganz in Sehnsucht eingehüllt“ werden vor allem auch Werke von Josef Rheinberger zu hören sein. Nach dieser Matinée, die für Mitglieder kostenlos ist, werden alle Besucher auf ein Glas Sekt vor der Kirche eingeladen. Allerdings nur bei gutem Wetter.

Zusammen mit dem Förderverein Kirchenmusik St. Martin, der im sechsten Jahr seit seiner Gründung auf soliden finanziellen Beinen steht, wie neulich auf der Jahreshauptversammlung zu hören war und inzwischen auf 120 Mitglieder angewachsen ist, hat der musikalische Leiter wieder ein „schönes und hörenswertes“ Jahresprogramm zusammengestellt. Bei den von Mai bis September stattfindenden Orgelmatinéen zur Marktzeit, die jeweils am ersten Samstag im Monat um 11.15 Uhr in St. Martin zu hören sind, werden wieder prominente Organisten aus aller Welt erwartet. An der Technik habe man nochmals gefeilt, die Übertragungen auf die Leinwand in den Kirchenraum weiter verbessert. Franz Günthner ist besonders stolz, dass er für den 4.8. den Organisten Nicolò Sari gewinnen konnte, der „sonst auf der ganzen Welt gefragt ist und für uns extra aus Venedig anreist“. Neben den Orgelmatinéen werden wie üblich ein Adventskonzert mit allen Chören sowie das Silvesterkonzert am 9. Dezember stattfinden. Hierbei wird das hiesige Ehepaar Matthias Haslach an der Trompete und die Sopranistin Gertrud Hiemer-Haslach den Organisten bei einem „ganz klassischen Konzert“ begleiten.

„Das ist dann auch schon die Überleitung zum Jubiläumsjahr 2019“, so Günthner, „für das die Planungen schon auf vollen Touren laufen.“ 500 Jahre St. Martin sollen auch kirchenmusikalisch gefeiert werden. Der Kammerchor Cantabile wird im Frühjahr ein Kantatenkonzert machen. „Wir selbst werden mit der Kantorei und der

Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben dann im Herbst ein großes Werk aufführen“, so der Regionalkantor. Als „groß dimensioniertes“ Werk hat er sich „The armed Man“ von Karl Jenkins ausgesucht. „Es umspannt 500 Jahre Musikgeschichte und passt schon deshalb perfekt.“ Mit Schlagwerk – allein vier Musiker sind dafür nötig – und einer passenden Beleuchtung soll es „zum multimedialen Erlebnis“ werden.